Biographie:

Meg Ryan ist die Protokollnudel. Mit zerzausten Haaren, Kleinmädchenmiene und großen Baumwollsocken spielte sie sich in die Herzen von Komödienfans und Hollywoodmäzenen. Schon als Teenager war sie so süß, dass sie als "cutest girl" gewählt und als "Homecoming Queen" gekrönt wurde - der höchste soziale Teenie-Rang und die absolute Affirmation uneingeschränkter Popularität, und somit der Traum eines jeden amerikanischen Highschoolgirls!

Doch Meg ist nicht nur dafür berühmt, süß zu sein. Vor langer Zeit leistete sie Billy Crystal und dem Rest der Welt einen besonderen Dienst: sie bewies, dass Frauen locker einen authentischen Orgasmus vortäuschen können. Dieser Kraftakt ist auf alle Ewigkeit auf Zelluloid festgehalten in "Harry und Sally."

Heute gehört Meg zu den bestbezahlten Frauen im Filmgeschäft. Für ihre Rolle in Taylor Hackfords "Proof of Life" nahm sie 15 Mio. Dollar ein. Auf dem Raster ihrer Agentur ICM befindet sie sich in der guten Gesellschaft der beiden anderen Superverdiener Jodie Foster und Julia Roberts.

Meg Ryan wurde am 19.11 1961 in Fairfield, Connecticut, als Margaret Mary Emily Anne Hyra geboren. 1974 zog sie mit ihren Eltern Harry und Susan (eine Castingagentin) nach Bethel. Als Meg 15 war ließen sich die Eltern scheiden. Die Mutter zog als Schauspielerin nach New York, während Meg in Bethel weiterhin die High School besuchte und 1978 den Mädchenname ihrer Mom, Ryan, annahm. Meg hat drei Geschwister, Dana, Annie and Andrew.

Nach der Schule studierte Meg an der New York University Journalistik. Ihre Gebühren für die Universität finanzierte sie mit Hilfe von diversen Werbespots, eine Aktivität die 1981, im Alter von 20 Jahren, zu ihrer ersten Filmrolle als Candice Bergens Tochter in "Reich und Berühmt" führte. Wieder beim Fernsehen, spielte sie drei Jahre lang die Betsy Stewart Montgomery in der Seifenoper "As the World Turns". 1986 schaffte sie endlich den ersten Schritt ins allgemeine Spotlight: als Anthony Edwards Ehefrau in dem Tom-Cruise-Streifen "Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel". Bei ihrem nächsten Projekt "Die Reise ins Ich" lernte sie ihren Ehemann Dennis Quaid kennen.

All diese Mini-Rollen führten sprichwörtlich zum Höhepunkt: im Jahre 1989 eroberte Meg stöhnend die Weltkinos. Ihre berühmte Orgasmusszene aus "Harry und Sally' zählt zu den klassischen Momenten der Filmgeschichte und wurde mit Nominierungen für einen Golden Globe und einen BAFTA honoriert.Zwei Jahre später, 1991, heiratete sie ihre große Liebe Dennis Quaid. Passend zu ihrem Filmimage fällt auch ihr Hochzeitstag auf den romantischsten Tag im Kalender, dem Valentinstag.

1993 übertrumpfte sich Meg selbst in der allerseits heißgeliebten Romantikkomödie "Schlaflos in Seattle". Meg Ryan und Tom Hanks waren das Bilderbuchtraumpaar schlechthin. Solche Leute wollte man zu Nachbarn haben, auf seine Dinnerparties einladen oder als Kollegen zur Kaffeepause beschwatzen. Das Publikum wollte einfach mehr von dieser besonderen chemischen Reaktion, doch es würde bis 1998 dauern, bis das Team Hanks-Ryan seinen symbiotischen Charme wieder auf der Leinwand versprühen sollte. "E-Mail für Dich", wie auch "Aufgelegt" (1999), wurde von den berühmten Ephron-Schwestern geschrieben.

Bis dahin war Meg sehr damit beschäftigt, nicht auf eine einseitige Schiene abzurutschen. In "Eine fast perfekte Liebe" spielte sie eine alkoholkranke Mutter, in "Hurlyburly" eine alkoholisierte Hure. Zwischendurch wurde sie auch Mutter eines Sohnes (Jack Henry, geboren April 1992), gründete ihre eigene Produktionsgesellschaft, "Prufrock", die sie nach ihrem Lieblingsgedicht "The Love Song of J. Alfred Prufrock" von T.S. Eliott benannte, und stellte ihr erstes Projekt auf die Bühne, "French Kiss", in dem sie auch die Hauptrolle spielte. 2000 folgte "The Wedding Planner" mit Jennifer Lopez, "Lost Souls" mit Winona Ryder und "Desert Saints".

Abgesehen von kurzen Ausflügen in andere Genres, kommt Meg doch immer wieder zur Romantik zurück: "Bodyswitch - Verhexte Küsse" mit Alec Baldwin (1992), "I.Q. - Liebe ist relativ" (1994), "Restoration - Zeit der Sinnlichkeit", "French Kiss' (1995), "In Sachen Liebe" (1997), "Stadt der Engel" (1998) und "Hanging Up" (2000). 1991 spielte sie in "Doors" die Hippiefrau von Jim Morrison, der sehr effektvoll von Val Kilmer dargestellt wurde. Und 1996 spielte sie Krieg in "Mut zur Wahrheit" und mimte eine Helikopterpilotin in der Golfkriegsaktion "Desert Storm".

Auch wenn Meg wie ein Sonnenkind erscheint, soll es in ihrem Privatleben an einigen Stellen doch kriseln. 1995 veröffentlichte ihrer Mutter ein Buch, in dem sie einige unsaubere Wäsche hervorkramte, eine Wunde die - wenn sie in Interviews danach gefragt wird - Meg zu Stein erstarren lässt. Immerhin ist ihre Ehe bisher eine heile Welt. Meg und Dennis halten ihre Beziehung frisch, in dem sie sich gegenseitig mit romantischen Wochenendtrips überraschen und sich zu jedem Geburtstag eine extravagante Aktion ausdenken. Meg Ryan lebte mit ihrem Mann und ihrem Sohn Jack Henry abwechselnd in einem Bungalow in Santa Monica und auf einem 800.000 Quadratmeter großen Farmgelände im Nordosten der USA.